Wortarten nach Montessori

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Wortarten nach Montessori

Wörter und ihre Funktion für das Leseverständnis

 Das Land der Wortarten ist kunterbunt,

und kunterbunt das ist gesund.

Denn fröhlich und lachend will ich lernen,

unter der roten Sonne und den Sternen.

Vorsicht: in diesem Artikel befindet sich unentgeltliche Werbung 
aufgrund von Markenerkennung und -nennung (Ich habe beschrieben wo man was bekommen kann und was ich wo gekauft habe.)

Vorbereitung

Die Lehrerin ist vielleicht keine Jägerin, dafür professionelle Sammlerin, Bastlerin, und Zeichnerin. Sie bestellt nicht ständig bei Zalando, sondern kreischt, wenn Pakete von Betzold, Jakoo und Co. kommen. Das Geld für Nagellack kann sie sich getrost sparen, denn ihre Finger sind ohnehin immer voller Farbe. Handwerklich ist die Lehrerin auch begabt und so bastelt und werkt sie mit allem was ihr unter die Finger kommt. Auch Eisstile sind nicht vor ihr sicher.

Allgemeines

Ziele:
  • Kennenlernen der Wortarten
  • Bewusst werden der Funktion der Wortarten
  • Die Vermittlung der Wortarten heißt, dem Schüler/ der Schülerin die Funktion eines Wortes verständlich zu machen. Das Kind versteht, was ein Wort im Satz für das Leseverständnis bewirkt. Es erkennt, welche Information es hergibt.
Organisatorisches:

In meinem Klassenzimmer habe ich die Tische in einer U- Form angerichtet, sodass wir in der Mitte viel Platz zum freien Arbeiten, Spielen, für Sitzkreise und anderes haben. Vor der Tafel stehen noch zwei Tische zu einem Gruppentische zusammengestellt. Bevor ich begonnen habe, die Wortarten nach Montessori einzuführen, habe ich diesen Tisch immer für drei verschiedene Dinge benutzt:

  • Lernspiele (differenziert – unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, Fächer, Themen, etc.) zur freien Entnahme in der Pause, oder wenn man fertig ist (man darf damit am Boden, in der Spieleecke oder auch an diesem Tisch arbeiten)
  • Zum Lesen und Üben mit einzelnen Kindern im Rahmen eines differenzierten Unterrichts
  • Als Station im Stationsbetrieb oder der Lernreise

Nun verwende ich diesen Tisch für die Wortarten nach Montessori. Dort befindet sich das Wortartenland, der Bauernhof und geordnet alle dazugehörigen Materialien und Lernspiele.

Ich stelle jedoch immer wieder um, damit alles interessant bleibt.

Ein Tipp für alle Kolleginnen und Kollegen: Immer, wirklich immer, Zündholzschachteln, Schuhkartons, Boxen und Beutel aufbewahren. Auch wenn ihr eine wirklich kleine Wohnung habt, oder euer Partner schon schimpft 😉 !
Tipp 2: Verseht die Biegepüppchen mit Klettpunkten, dann könnt ihr sie noch anders zum Einsatz bringen.
Meinen Bauernhof habe ich von goki und er ist aus Holz. Ich liebe Holzspielsachen einfach und bin der Meinung, dass sie auch gesünder für die „prima kids“ sind.
Ui, so viele Lernspiele sind schon in meiner Wortartenkiste. Ich kann es kaum erwarten sie im Unterricht einzusetzen. Aufgeregt!!!

Teil 1 – Nomen

Zeit:
  • Mit der Einführung der Wortarten kann begonnen werden, wenn das Kind eigenständig erste Wörter lesen kann.
Materialien:
  • Bauernhof

Das Montessori-Material bietet den klassischen Bauernhof als Einführungsmaterial. Obwohl auch andere Themen gut dienen, wie etwa, Zirkus, Schwimmbad, Ponyhof, etc., habe ich mich auch für die Einführung mit dem Bauernhof entschieden. Wichtig ist hier vor allem die Vielfalt der Figuren, Dinge und Tiere, sowie das Arbeitsmaterial. (Der Bauernhof hier ist aus Holz von goki. Da ich Holzspielsachen einfach liebe. Sie sind robuster und meiner Meinung nach auch gesünder für die Kleinen.)

  • Auftragskarten (Nomen)
  • Kartei zum Ordnen von Nomen auf Grundlage des 3. Beweises
Einführung und Übungen:
  • Vorbereitung: Im Sitzkreis, der Bauernhof in der Mitte, wird der Bauernhof und seine Begriffe gemeinsam besprochen. Dinge werden in die Hand genommen, benannt und beschrieben. Vorbereitendes Sortieren und Ordnen.
    • Wortschatzerweiterung (Tiernamen Sau – Eber – Ferkel; Silo, etc;)
    • Gruppen bilden –> Tierfamilien
    • Umschreibungen formulieren (bspw. Silo erklären)
    • Auftragskarten besprechen
  • Die Kinder können in kleine Arbeitsgruppen von 3 (max. 4) Kindern eingeteilt werden, oder man kann die Kinder auch einzeln arbeiten lassen. Die Jungs und Mädchen können sich erste Auftragskarten selbständig nehmen. Der Auftrag wird vom Kind gelesen und ausgeführt:
    • Sinnerfassendes Lesen
    • Ordnen oder sortieren
    • Bild – Wort – Zuordnung (z.B. Hole die Kuh. Das Kind holt eine Kuh und stellt sie zum Zettel. So verfahre ich, bis einige Tiere und Dinge des Bauernhofes benannt sind. Wichtig: Auf dem Zettel steht nur Kuh„! Solltet ihr später ganze Sätze auf euren Auftragskarten haben wollen, müsst ihr den Satz „Hole die Kuh!“ umformulieren. Vor allem Kinder mit nicht deutscher Muttersprache kann dies nämlich sonst zur Verwirrung führen. Denn im Deutschen ist die Verbzweitstellung von zentraler Bedeutung. Ihr schreibt den Auftrag also so um, dass das Verb wieder an zweiter Stelle ist. Z.B. Du holst die Kuh!)
  • Es gibt drei Beweise für das Nomen:
  1. Artikel
  2. Mehrzahl
  3. Man kann Nomen anfassen: Ding, Mensch, Tier, Pflanze, etc. Oder man kann Nomen haben: Angst, Furcht, Freude, etc. (abstrakte Begriffe wie Liebe, Glück, Freude, etc. werden aber erstmal außen vorgelassen und kommen erst später;)
  • Kartei zum Ordnen von Nomen auf Grundlage des 3. Beweises – das Kind unterteilt Nomen in Kategorien: Dinge, Menschen, Tiere und Pflanzen
  • Erweiterung der Kartei mit abstrakten Begriffen
Wichtiges:
  • An dieser ersten Stelle wird das Wortsymbol noch nicht bekannt gegeben. Die Symbole für Nomen und Artikel werden erst gemeinsam mit dem Adjektiv eingeführt.
  • Da man gerade am Anfang die Kinder leicht überfordern kann, wenn man die ersten Wortarten gleich beim Namen nennt, versuchen wir dies hier zu vermeiden. Sobald die Namen jedoch eingeführt werden, macht man dies gleich mit den lateinischen Begriffen (Nomen, Artikel, Adjektiv, Pronomen, etc.). Denn diese Begriffe, lassen sich für das Kind nicht schwerer lernen als unbekannte deutschsprachige Namen (Namenwort, Begleiter, Wiewort, Fürwort, etc.).
Nomen in Schachteln und Auftragskarten zum Ordnen:
Pflanzen: Blumen, Bäume, Obst, Gemüse
Tiere: Haustiere, Tiere im Wald, Wasser und am Bauernhof
Menschen: Familie, Figuren
Dinge: im Haus, abstrakt
Einige der Tiere können zusätzlich noch in Tierfamilien geordnet werden. Zum Thema Pflanzen gibt es noch eine Informationskarte für Lehrpersonen.
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

Teil 2 – Artikel

Zeit:
  • Folgt nach der Festigung des Nomens
Materialien:
  • Bauernhof
  • Auftragskarten
  • AB blau/rot zum Zerschneiden (Nomen/ Artikel)
  • Schachtel mit Schulgegenständen (Schere, Stift, Klebestreifen, Radiergummi, etc.)
  • Artikelspiel zum Legen mit Bilder
Einführung und Übungen – bestimmter Artikel:
  • Ich fordere das Kind auf mir bestimmte Dinge in der Klasse zu zeigen und achte darauf, dass es diese Sachen nur einmal im Zimmer gibt, wie etwa die Tafel, das Waschbecken, die Tür, der Boden, die Decke, etc.

Diesen Anlasse nutze ich um auf die unterschiedlichen Artikel einzugehen und mit den Kindern darüber zu sprechen.

  • Nun kommt der Bauernhof wieder zum Einsatz: Ich schreibe Dinge auf die dort nur einmal zu finden sind, wie etwa das Silo, oder die Bäuerin (Artikel rot, Nomen blau; da die neue Wortart immer mit rot eingeführt wird).
    • Zettel lesen und Gegenstande suchen
    • Nach einer kleinen Sammlung von etwa fünf Wörtern, soll das Kind die blauen Wörter von den roten mit der Schere trennen und die einzelnen Wörter vermischen. Und dann wieder zu den richtigen Gegenständen legen. Zuerst die blauen Wörter (Nomen) und dann auch die roten Wörter (Artikel).
Einführung und Übungen – unbestimmter Artikel:
  • Ich fordere das Kind auf mir bestimmte Dinge in der Klasse zu zeigen und achte darauf, dass es diese Sachen mehrmals im Zimmer gibt, wie etwa ein Fenster, eine Schultasche, einen Stift, ein Kind, einen Radiergummi, etc.) Diesen Anlasse nutze ich um auf die unterschiedlichen Artikel einzugehen und mit den Kindern darüber zu sprechen.
  • Nun kommt der Bauernhof wieder zum Einsatz: Ich schreibe Dinge auf die dort mehrmals zu finden sind, wie etwa ein Schwein oder eine Kuh (Artikel rot, Nomen blau; da die neue Wortart immer mit rot eingeführt wird;). Aber zudem schreibe ich auch noch Dinge auf die nur einmal zu finden sind (die Bäuerin), umso weiterhin die bestimmten Artikel zu verwenden. So werden die unbestimmten Artikel immer für Gegenstände verwendet, die mehrmals zu finden sind und die bestimmten Artikel für Gegenstände, die man nur einmal vorfindet.
    • Zettel lesen und Gegenstand suchen
    • Nach einer kleinen Sammlung von etwa fünf Wörtern, soll das Kind die blauen Wörter von den roten mit der Schere trennen und die einzelnen Wörter vermischen. Und dann wieder zu den richtigen Gegenständen legen. Zuerst die blauen Wörter (Nomen) und dann auch die roten Wörter (Artikel).
  • Artikelspiel zum Legen
  • Übungen mit „Schulsachen-Schachtel“

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Bestimmter oder Unbestimmter Artikel
Die Nomen und Artikel habe ich im Internet heruntergeladen (siehe Quellenangabe) und anschließend selbst ergänzt. Man findet viele tolle Materialien und kann diese nach den Bedürfnissen seiner Klasse beliebig abändern. In diesem Sinne, danke an alle bloggenden Lehrerinnen und Lehrer 😉 !

Von einer prima Kollegin habe ich die Idee mit den Handzeichen „Schere, Stein, Papier“, welche wohl jedes Kind kennt.

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Außerdem habe ich dann noch einen Artikel-Rap erfunden, den ich mit den Kindern gemeinsam aufsage:

„Der Stein, die Schere, das Papier,

all das wissen wir!

Der Stein, die Schere, das Papier,

Artikel rappen wir!“

Super mit Bewegungen und Handzeichen vereinbar.

 

Teil 3 – Adjektiv

Zeit:
  • Folgt nach der Festigung bzw. Wiederholung des Nomens, sowie des bestimmten und unbestimmten Artikels
Materialien:
  • Märchen der Wortarten
  • Wortartenland
  • Bauernhof
  • Auftragskarten
  • AB blau/rot zum Zerschneiden (Artikel/ Nomen/ Adjektiv)
  • Adjektivspiel zum Legen mit Bilder
  • Adjektivspiel zum Legen ohne Bilder
  • Box mit Wortartensymbole
  • Magnetische Wortartensymbole
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland
Einführung und Übungen – Adjektiv:
  • Im Sitzkreis befinden sich verschiedene Gegenstände, welche man gut miteinander vergleichen kann. Gemeinsam beschreiben wir die Gegenstände. (Das ist ein roter Ball. Dieser Ball ist groß. Dieser Ball ist klein. Der Teddybär ist weich und braun. Der Stein ist hart. Etc.)
  • Jedes Kind bekommt eine kleine Haftnotiz. Ich setze mich auf einen Stuhl und fordere die Kinder auf Wörter aufzuschreiben, die mich beschreiben, wie z.B. klein, nett, braun. Die Kinder dürfen die Haftnotizen nun auf mich kleben.

Danach kommt immer ein Kind zu mir und nimmt wieder einen Zettel herunter, liest ihn laut vor und schreibt das Wort an die Tafel.

  • Nun kommt der Bauernhof wieder zum Einsatz: Ich schreibe Dinge auf, die das Kind holen soll (Artikel und Nomen – blau/ neue Wortart – rot). – z.B. das Pferd
    • Zettel lesen und Gegenstande suchen
    • Dieses Pferd wollte ich nicht. Ich wollte dieses Pferd:

das / Pferd / graue (auf einem anderen Zettel)

  • Das Kind soll den Zettel wieder zerschneiden und richtig ordnen: das graue Pferd
  • Nun kommen auch erstmals die Wortartensymbole zum Einsatz. (als Legekärtchen darüberlegen; als Magnete für die Tafel; selbst im Heft darüber zeichnen;)
  • Adjektivspiel zum Legen mit Bilder
  • Adjektivspiel zum Legen ohne Bilder
  • Wortgruppen an der Tafel – Magnete darüberlegen

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Auch hier habe ich Material aus dem Internet erweitert. (Die erweiterten Materialien kann ich euch leider nicht zum Download zur Verfügung stellen. Doch in der Quellenangabe findet ihr die Links, wo ihr auch diese Materialien downloaden könnt.)

Teil 4 – Numerale

Zeit:
  • Folgt nach der Festigung des Adjektivs
Materialien:
  • Märchen der Wortarten (kurze Erinnerung, wer „Numerale“ ist und wofür er zuständig ist)
  • Wortartenland
  • Bauernhof
  • Auftragskarten
  • AB blau/rot zum Zerschneiden (Nomen/ Adjektiv/ Numerale)
  • Box mit Wortartensymbole
  • Magnetische Wortartensymbole
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland – speziell die Funktion der Wortart Numerale wiederholen und vertiefen
Einführung und Übungen – Numerale:
  • Für diese Übung bietet sich sehr gut der Spindelkasten von Montessori an, aber wer diesen nicht hat, es geht auch anders: Im Sitzkreis habe ich bereits einiges vorbereitet. In der Mitte liegen auf einem Tuch viele Muggelsteine, auf einem anderen Tuch Nägel, auf noch einem anderen Tuch normale Steine und auf wieder einem anderen Tuch Holzklötze. Ich bitte nun die Kinder mir eine gewisse Anzahl von Dingen zu holen. Zum Beispiel: „Hole mir einige Muggelsteine!“,“Hole mir viele Steine!“, „Hole mir ein paar Holzklötze!“, „Hole mir alle Nägel!“, aber auch „Hole mir vier Nägel!“, oder „Hole mir null Steine!“, etc.
  • Ich fordere das Kind wieder auf Tiere oder Dinge vom Bauernhof zu holen. Ich achte jedoch darauf, dass es diese Dinge mehrmals gibt. Auf kleinen Auftragszetteln stehen z.B.: Kühe oder Gänse“. Je nachdem wie viele z.B. Gänse das Kind gebracht hat, weiche ich von der Anzahl ab und sage: „Super! Das sind zwei Gänse, aber ich wollte drei Gänse!“ (Der Schwierigkeitsgrad kann auch noch erhöht werden, indem man z.B. Adjektive ergänzt, wie z.B. „drei weiße Gänse“.) Ich wiederhole dies solange, bis mich das Kind von selbst fragt, wie viele ich gerne hätte. Mit dieser Frage zeigt sich, dass es die Funktion der neuen Wortart verstanden hat.
  • Nun kann ich die „Numerale Puppe“ aus dem Wortartenland zur Hand nehmen und sagen: „Diese Wortart sagt dir, wie viele Dinge du holen sollst!“

Zu diesem Zeitpunkt kann man auch nochmal alle bereits gelernten Wortarten mit den Puppen wiederholen. (Die Kinder selbst erklären und begründen lassen.)

  • AB blau/rot zum Zerschneiden (Nomen/ Adjektiv/ Numerale)
  • Wortgruppen an der Tafel – Magnete darüber legen

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Numerale am Bauernhof:
Spielvariante 1: Memory (dafür müsst ihr das ganze 2x ausdrucken und einmal einzeln folieren)
Spielvariante 2: Bild anschauen und Wortgruppen aufschreiben, sowie Symbole darüber zeichnen
Spielvariante 3: Wortgruppen lesen, mit den Tieren des Bauernhofs nachstellen, kontrollieren
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

Teil 5 – Konjunktion

Zeit:
  • Folgt nach der Festigung der Numerale
Materialien:
  • Märchen der Wortarten (kurze Erinnerung: Die Brücken!)
  • Wortartenland
  • Bauernhof
  • Auftragskarten
  • AB blau/rot zum Zerschneiden
  • Stifte, Kekse, Blumen, oder anderes
  • Schachtel mit Stiften und rosa Band
  • Rosa Haargummi
  • Gegenstandsdosen
  • Box mit Wortartensymbole
  • Magnetische Wortartensymbole
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland – speziell die Funktion der Brücken
Einführung und Übungen – Konjunktion:
  • Im Sitzkreis habe ich bereits etwas vorbereitet: In der Mitte liegen verschiedene Tücher, auf welchen Stifte unterschiedlicher Farben liegen. Nun fordere ich das Kind auf mir verschiedene Stifte zu geben: „Gib mir den grünen Stift und den gelben Stift und den blauen Stift!“ Ich gebe ein (bestenfalls rosafarbenes) Gummi- oder Haarband darum und sage: „Jetzt sind sie fest beieinander.“

Man kann dies auch der Jahreszeit anpassen: z.B. Weihnachten: verschiedene Kekssorten (einfache Sorten zum selber Backen: Vanillekipferln, Linzeraugen, Butterkekse, Cornflakes-Schoko-Kekse) in rosa Keksdose; Frühling: verschiedene Frühblüher in rosa Vase; (P.S. Kekse sind super, da ihr die anschließend mit den Kids gemeinsam vernaschen könnt. Und Aufgaben die man essen kann, sind doch immer noch am besten. 😉 …)

  • Auf Zetteln stehen Aufträge: „die große Sau“ und „das kleine Ferkel“. Das Kind liest die Aufträge und ordnen die Gegenstände des Bauernhofs richtig zu. Nachdem das Kind dies gemacht hat, bekommt es einen Extrazettel mit dem Wort und“. Dieser wird zwischen den anderen beiden blauen Zetteln (bzw. Figuren) gelegt und alles wird vom Kind vorgelesen (die große Sau und das kleine Ferkel).
  • In der Klasse habe ich eine Schachtel mit verschiedenen Stiften unterschiedlichster Farben (Filzstifte, Holzfarben, Wachsmalkreiden, etc. in rot, blau, grün, gelb, etc.) und ein rosafarbenes Band um die Schachtel gewickelt, entsprechend der Farbe des Symbols für die Konjunktion.

Das Kind soll nun die Stifte sortieren. Ggf. sortiert es nach Farben oder nach der Art der Stifte. Anschließend bekommt das Kind wieder Aufträge: drei blaue Stifte“, „zwei grüne Filzstifte“, „vier gelbe Wachsmalkreiden. Das Kind legt die Stifte zur Auftragskarte. Wenn genügend verschiedene Stifte ausliegen, schreibe ich das Wort und mehrfach auf und lege es zwischen die ausliegenden Aufträge. Nun soll das Kind laut vorlesen: drei blaue Stifte undzwei grüne Filzstifte und vier gelbe Wachsmalkreiden. Jetzt soll das Kind alle ausliegenden Stifte zusammennehmen und ich binde das rosafarbene Band um die Stifte und erkläre, dass dieses Band wie das Wort und ist, da es die Stifte miteinander verbindet.

Danach vertausche ich die Stifte und Papierstreifen (aus drei blaue Stifte undzwei grüne Filzstifte und vier gelbe Wachsmalkreiden, wirdzwei grüne Filzstifte und vier gelbe Wachsmalkreiden unddrei blaue Stifte.) Ich lasse das Kind erneut vorlesen, damit es feststellt, dass der Satz auch umgestellt dasselbe bedeutet.

Die Symbole werden richtig darüber gelegt. Vielleicht kann das Kind durch die rosa Brücken im Wortartenland, das rosa Haargummi und das rosa Band, schon selbst erkennen welches Symbol zum Wort und gehört.

  • Gegenstandsdosen mit verschiedenen Dingen, wie eine blaue Perle und zwei rote Perlen. Das Kind legt zuerst die passenden Wortstreifen darüber und verbindet sie mit „und“. Danach werden noch die Symbole richtig zugeordnet.
  • Wortgruppen an der Tafel –> Wortsymbole zuordnen

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Gegenstandsdose mit Perlen – Konjunktion
Perlen und Wortgruppen richtig zuordnen, mit „und“ verbinden und passende Wortarten darüber legen.
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

Teil 6 – Präposition

Zeit:
  • Folgt nach der Festigung der Konjunktion
Materialien:
  • Märchen der Wortarten
  • Wortartenland
  • Bauernhof
  • Auftragskarten
  • Präpositionen-Material (Gefäß und Stein)
  • Weiterführende Kartei: Präpositionen am Bauernhof
  • Box mit Wortartensymbole
  • Magnetische Wortartensymbole
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland – speziell die Funktion der Präposition (Wegweiser)
Einführung und Übungen – Präposition:
  • Am Bauernhof werden mit den Kindern spielerisch die Begriffe wiederholt und in Aktivitäten eingebunden, wie etwa „Stelle das Schaf neben die Bäuerin.“, „Gib die Kuh auf die Weide.“, „Setz das Schwein in den großen Stall.“, oder „Stelle die Landmaschine zwischen die beiden Ställe.“
  • Auf einen Zettel schreibe ich in blau: zwei rote Holzmalstifte und alle gelben Wachsmalkreiden; sowie auf einem anderen Zettel auch in blau: die graue Box;

Ich bitte nun das Kind diese Dinge zu holen. Auf einen weiteren Zettel schreibe ich eine Präposition auf, in diesem Fall in und fordere das Kind auf das zu machen. (Die Zettel werden so geordnet: zwei rote Holzmalstifte und alle gelben Wachsmalkreiden in die graue Box.)

Jetzt soll das Kind die geordneten Zettel laut vorlesen. Die Lehrperson fragt, ob man das so sagen kann. Entweder korrigiert das Kind dann mündlich und sagt: „Nein, da sind zwei rote Holzmalstifte und alle gelben Wachsmalkreiden in der grauen Box.“, oder die Lehrperson stellt es richtig. (weitere Beispiele: die Blumen in der kleine Krug die Blumen im (in dem) kleinen Krug; die Schmuckstücke in das Schmuckkästchen die Schmuckstücke im (in dem) Schmuckkästchen; usw.)

Die Zettel werden umgedreht und hinten schreibt man die richtige Variante darauf.

So wird dieses Spiel mit ein paar weiteren Präpositionen fortgeführt.

Zum Schluss wird das Kind gefragt, wo ihm die Dinge am besten gefallen haben und es wird aufgefordert die Dinge so hinzustellen und die Zettel richtig darunter zu legen (z.B. in der Schachtel, neben der Schachtel, auf der Schachtel).

Nun wird dem Kind bewusst, dass diese Worte einem sagen wo die Dinge sind und das Symbol des grünen Halbmondes wird vom Kind dazugelegt.

In meinem gebastelten Wortartenland sind die Halbmonde Wegweiser. Auf diesem Land habe ich drei davon: einen Wegweiser vor der Brücke, einen auf der Brücke und einen hinter der Brücke. Auch das bespreche ich mit meinen „prima kids“.

  • Weiterführende Kartei: Präpositionen am Bauernhof!
  • Präpositionen-Material (Gefäß und Stein)

Ich habe ein kleines Glasgefäß, dass man auch schließen kann, sowie einen hübschen Stein, von einer meiner Bergtouren, in verschiedenen Lagen fotografiert und daraus ein Spiel zur Übung der Präpositionen gemacht.

Zunächst legt das Kind den Stein der jeweiligen Präposition entsprechend zum Gefäß. Dann schreibt das Kind die Wortfolge der Karte ab und legt die Wortartensymbole im Heft über die abgeschriebenen Wörter. Danach kann auf der Rückseite der Karte selbst kontrolliert werden. Zum Schluss werden die Wortgruppen mit Symbole ins Heft übertragen.

Wie schon gesagt, ist die Lehrerin mehr Sammlerin als Jägerin. Und so habe ich einen Stein von meiner Bergtour über die Melkerscharte gleich zweckentfremdet.
Spielvariante 1: Wortgruppen lesen, Stein und Gefäß richtig platzieren, Karte umdrehen und kontrollieren;
Spielvariante 2: Bild ansehen, Stein und Gefäß richtig platzieren, Wortgruppe ins Heft schreiben und Symbole darüber zeichnen, Karte umdrehen und kontrollieren;
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

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Präpositionen am Bauernhof:
Spielvariante 1: Die Kinder lesen den Satz und legen die Wortsymbole darüber. Danach versuchen sie die Situation mit den Figuren des Bauernhofs nachzustellen. Anschließend können sie die Karte umdrehen und kontrollieren.
Spielvariante 2: Die Kinder schauen sich das Bild an und versuchen einen Satz oder eine Wortgruppe dazuzuschreiben. Z.B.: der Hase im Hasenstall; Der Hase sitzt im Hasenstall. Anschließend zeichnen sie die Wortsymbole über den Satz oder über die Wortgruppe. Sie drehen die Karte um und kontrollieren. (Aufgrund der Verbzweitstellung empfehle ich auch hier eher Sätze.)
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

Teil 7– Verb

Zeit:
  • Folgt nach der Festigung der Präposition
Materialien:
  • Märchen der Wortarten
  • Wortartenland
  • Bauernhof
  • Auftragskarten
  • Kreise zum Zerschneiden oder bereits vorbreitete Halbkreise
  • Vorbereitete Auftragskarten mit roten Verben
  • Pantomime-Spiel: Kärtchen mit intransitiven Verben
  • Box mit Wortartensymbole
  • Magnetische Wortartensymbole
  • Papierstreifen zum Zerschneiden und Ordnen
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland – speziell die Funktion des Verbs (rote Sonne) (In meinem Wortartenland kann man hinten drehen und so die rote Sonne auf und unter gehen lassen. Das gefällt den Kindern sehr.)
Einführung und Übungen – Verb:
  • Ich beginne mit dem Kind eine Unterhaltung, wie z.B. „Heute habe ich schon so viel getan. Ich bin aufgestanden und habe mich gestreckt. Dann habe ich Frühstück gemacht. Ich habe ein Marmeladenbrot gegessen und Tee getrunken. Danach musste ich Zähne putzen, mich waschen und anziehen. Nun hatte ich es eilig und musste fix mit dem Auto zur Schule fahren.“

Dann frage ich das Kind nach seinem Morgen und lasse es erzählen, was es schon alles getan hat.

  • Auf einen kleinen Zettel schreibe ich dem Kind nun Aufträge (rot) die es ausführen soll, wie hüpfen, husten, lachen, klatschen, schnipsen.

Anschließend erkläre ich dem Kind, dass man diese Wörter tun kann und deshalb der rote Kreis darübergelegt wird. Nun legt also das Kind selbst die roten Kreise über die Verben.

  • Auf weiteren Zetteln stehen nun andere Aufforderungen, wie z.B. Hole die gelbe Kreide.“, „Öffne deine Schultasche.“,Schließe die Tür.“, Male eine Blume.“,

Nur die neue Wortart ist nun wieder rot geschrieben. Da bei der Einführung des Verbs die Tätigkeit im Vordergrund steht, führt das Kind zuerst diese Aufträge aus und ordnet erst dann die Symbole zu.

  • Vorbereitete Auftragskarten mit roten Verben
Weiterführung – Vergleichen von transitiver und intransitiver Verben:

Transitive Verben können im Gegensatz zu intransitiver Verben nicht alleine stehen, da sie sich auf ein Objekt richten. Das heißt z.B. „hole, schließe, öffne, etc.“ alleine gehen nicht, da nicht klar ist, was geholt, geschlossen oder geöffnet werden soll. Es muss z.B. heißen: Hole die Puppe.“, “Schließe das Fenster.“, Öffne die Tür.

  • Angeleitete Partnerübung: Zwei Kinder bekommen parallel zwei verschiedene Aufträge. Das eine Kind bekommt z.B. den AuftragHole eine Kuh.“ Dem andern Kind gebe ich den Auftrag „Hüpfe!

Es ist sehr wahrscheinlich, dass das hüpfende Kind mit dem Hüpfen aufhört, wenn das andere Kind mit der Kuh zurückkommt. Ich weiße dann das Kind darauf hin, dass seine Tätigkeit noch nicht zu Ende ist und es weiter hüpfen soll. Dem anderen Kind gebe ich einen neuen Auftrag, wie etwa „Schließe die Tür.“ Das andere Kind hüpft jedoch immer noch.

Somit sollen die Kinder erkennen, dass eine auf einen Gegenstand bezogene Tätigkeit nach der Ausführung beendet ist, aber eine Tätigkeit, welche nicht auf einen Gegenstand gerichtet ist, immer weitergehen kann.

Jedoch werden die Begriffe transitiv und intransitiv nicht gebraucht und dienen hier nur der Lehrperson.

  • Pantomime-Spiel: Kärtchen mit intransitiven Verben
Sonstige Weiterführung:
  • Spiel zur Einhaltung der richtigen Reihenfolge bzw. mehrere Tätigkeiten in einem Auftrag: Auf einen Zettel schreibe ich zwei Aufträge, die mit und verbunden sind, auf. Diese jedoch in der falschen Reihenfolge. Z.B.: „Öffne die Tür und stehe auf.“ (Voraussetzung: Das Kind sitzt, wenn es den Auftrag bekommt.)

Das Kind wird feststellen, dass es in dieser Reihenfolge nicht auszuführen ist. Es kann den Papierstreifen zerschneiden und richtig ordnen. Danach kann es die Aufträge ausführen.

  • Hilfsverb und Partizip: B. Schließe die Tür. – Ich habe die Tür geschlossen. Wieder in rot und blau als Aufträge auf Zettel. Zettel lesen „Ich schließe die Tür.“, Auftrag ausführen und berichten „Ich habe die Tür geschlossen.“ (Habe ist hier das Hilfsverb. Es hilft zu berichten, was du getan hast.)
  • Geteilte Verben: B. anziehen, ausziehen, anmalen, umstellen, etc.

Das Kind bekommt einen Auftrag, z.B. Male die Blume an. Das Kind soll den Auftrag ausführen und dann die Symbole zuordnen. Beim Zuordnen wird das Kind vermutlich nicht wissen, was es dem Wort an zuordnen soll. Daher erkläre ich dem Kind, dass male an von anmalen kommt und somit ein Verb ist. Dafür sollen wir nun den roten Kreis in der Mitte zerschneiden und jeweils einen halben roten Kreis über die Verbteile legen. (Es können aber auch schon halbe rote Kreise vorbereitet sein.)

  • Zusammengezogene Wortarten, wie „kannste, machste, willste, etc.“ kommen vor allem bei uns Österreicherinnen und Österreichern eher selten vor. Sollte es jedoch einmal der Fall sein, bekommen sie den roten Kreis (Verb) und das lilafarbene Dreieck (Pronomen) überlappend zugeordnet. Da: kannste = kannst du, machste = machst du, willste = willst du;
  • Geistige Tätigkeiten: B. träumen, denken, etc.

Angeleitete Partnerarbeit: Ein Kind bekommt den Auftrag eine geistige Tätigkeit durchzuführen und ein anders eine handelnde Tätigkeit. Die Kinder sollen so erkennen, dass man die handelnde Tätigkeit erkennen und leicht benennen kann, aber die geistige Tätigkeit kann man nur erahnen. Das Kind, welches die geistige Tätigkeit ausführt, muss diese selbst nennen.  Die Kinder sollen vorher nicht den Auftrag des jeweils anderen Kindes sehen.

Auftragskarten – Verb und Pantomime-Spiel – Verb
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

Teil 8– Adverb

Zeit:
  • Folgt nach der Festigung des Verbs
Materialien:
  • Märchen der Wortarten (der kleine orangene Helfer der roten Sonne)
  • Wortartenland
  • Auftragskarten
  • Vorbereitete Auftragskarten mit Adverbien
  • Box mit Wortartensymbole
  • Magnetische Wortartensymbole
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland – speziell die Funktion des Adverbs
Einführung und Übungen – Adverb:
  • Auf Zetteln stehen nun wieder Aufträge, wie etwa „hüpfe, singe, klatsche, lache, etc.“ Das Kind soll eine Tätigkeit, z.B. singen, ausführen. Ich lobe das Kind, wenn es die Tätigkeit ausführt, aber weiße es darauf hin, wie es die Tätigkeit machen soll: „Super, aber ich meinte: singe laut!“ Dies wiederhole ich mit anderen Tätigkeiten so lange bis das Kind von selbst fragt: „Wie soll ich das machen?“ (Bsp.: hüpfe dort, klatsche leise, lache laut, etc.) Hat das Kind diese Frage gestellt, erkläre ich, dass diese Wörter uns sagen, wie wir etwas tun sollen. Dann ordne ich einem Adverb den kleinen orangenen Kreis zu. Danach ordnet das Kind die Symbole wieder selbst zu.
  • Vorbereitete Auftragskarten mit Adverbien: z.B. Schließe sofort die Tür. Winke links. Falle fast um.

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Auftragskarten – Adverb
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

Teil 9– Pronomen

Zeit:
  • Erfolgt situativ
Materialien:
  • Märchen der Wortarten (der Stellvertreter des Königs – alle Nomen haben Stellvertreter)
  • Wortartenland
  • Auftragskarten
  • Bauernhof
  • Plakate
  • Box mit Wortartensymbole
  • Magnetische Wortartensymbole
  • Klappkarten
  • Wer ist wer? – Gruppenspiel
  • Familienspiel
  • Pronomen im Schwimmbad
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland – speziell die Funktion der Pronomen
Einführung und Übungen – Pronomen:
  • Bauernhof: der Bauer er, die Kuh sie, das Schweines;

Auftrag: Hole die Kuh.Hole sie.

Auftrag: Schau das Schwein an. – Hole es.

  • Die weiteren Pronomen sollen situativ eingeführt. Sie werden mit eindeutigen Plakaten, welche die verschiedenen Personen klar erklären, eingeführt.
  • Wer ist wer? – Gruppenspiel: z.B. Ich bin die Hexe. Du bist der Frosch. Sie ist die Prinzessin. Er ist der Superheld. Es ist blau.
  • Familienspiel mit Karten und Bildern oder Püppchen: z.B. Sie ist ihre Mutter. Er ist sein Onkel. Etc.
  • Klappkarten:

Frage auf der Vorderseite, die mit dem entsprechenden Pronomen beantwortet werden muss, z.B.: Wer ist nett?

Antwort auf der Rückseite, z.B.: Du bist nett.

  • Pronomen im Schwimmbad
Familienspiel – Pronomen und Pronomen im Schwimmbad
(Dropboxlink zum Downloaden ganz unten)

Teil 10– Interjektion

Zeit:
  • Erfolgt situativ
Materialien:
  • Märchen der Wortarten
  • Wortartenland
  • Auftragskarten
  • Kinderliederbücher und Gitarre/ CD
  • Kinderliteratur
Vorbereitende Übung:
  • Das Märchen der Wortarten mit dem Wortartenland – speziell die Funktion der Interjektion
Einführung und Übungen – Interjektion:
  • Ich suche speziell Kinderlieder heraus, welche viele Interjektionen beinhalten. Wir singen ein paar dieser Lieder gemeinsam und anschließend besprechen wir diese Wörter. Auf dem Liedtext werden die Symbol über die Interjektionen gezeichnet.
  • Ich suche speziell Kinderliteratur heraus, welche viele Interjektionen beinhaltet. Wir lesen eine solche Geschichte gemeinsam und anschließend besprechen wir diese Wörter. Auf dem Text werden die Symbol über die Interjektionen gezeichnet.

Teil 11– laufende Übungen

Zeit:
  • laufend
Materialien:
  • Wortartensymbole groß aus Moosgummi
  • kleines Holzpferd
  • Lernwörter
  • Haftnotizen
  • Wortartenland und die dazugehörigen Puppen
  • Wortartensymbole klein
  • Schere und Stifte
Vorbereitende Übungen:
  • Lernwörter in eine Faltliste eintragen
  • Lernwörter erarbeiten (Wörter besprechen, anwenden, in Sätzen verwenden, damit üben, Lerwörterturm, Auftragskarten etc.)
  • entsprechende Wortarten erarbeiten (siehe Teil 1 bis 10)
laufende Übungen Teil 1 – Besucher im Wortartenland:
  • Jedes Kind sucht sich das für ihn schwierigste Wort aus der Lernwörterliste aus und schreibt es auf eine Haftnotiz. Das Kind stellt das Wort den anderen vor, erklärt es und verwendet es in einem Satz. Die Lehrperson kontrolliert ob es richtig geschrieben wurde und verbessert es gegebenen Falls. Nun darf das Kind die Haftnotiz zur richtigen Figur und zum richtigen Symbol im Wortartenland kleben. Achtung, das Kind muss auch erklären können, warum das Lernwort zu dieser Wortart gehört. (z.B. Haus; Ein Haus kann man anfassen und das Haus hat den Artikel/ Begleiter „das“ bei sich.) Nomen stehen bei mir in der Lernwörterliste immer mit Artikel. Daher darf das Kind auf der Haftnotiz den Artikel vom Nomen mit der Schere trennen und beide Wörter zur richtigen Wortart kleben.
  • Kinder können sich auch Wörter aussuchen die sie nicht verstehen und sich das Wort von einem anderen Kind erklären lassen. Anschließend kann das Kind das Wort selbst zuordnen.
laufende Übungen Teil 2 – Wortarten hüpfen:
  • Einführung: Auf dem Boden liegen die Wortartensymbole aus Moosgummi. Zur Einführung sitzen wir im Sitzkreis. Die Kinder dürfen mir verschiedene Wörter nennen und ich stelle das Holzpferd auf das richtige Symbol. Anschließend nenne ich den Kindern Wörter (vor allem auch aus der Lernwörterliste) und die Kinder stellen das Pferd auf das passende Symbol. Zum Schluss sagen die Kinder sich gegenseitig verschiedene Wörter und stellen das Pferd zur richtigen Wortart. Die Lehrperson beobachtete und kontrolliert.
  • Übung 1: Auf dem Boden liegen die Wortartensymbole aus Moosgummi. Die Kinder nennen mir verschiedene Wörter und ich springe auf das richtige Wortartensymbol.
  • Übung 2: Wieder liegen dem Boden die Wortartensymbole aus Moosgummi. Ich nenne den Kindern verschiedene Wörter und sie springen auf das passende Wortartensymbol.

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Tipp:
  • Beim Auflegen der Symbole auf eine logische Ordnung achten. Artikel – Adjektiv – Nomen – Verb (z.B. der kluge Hund bellt) Später z.B. –> Artikel – Adjektiv – Nomen – Verb – Adverb (z.B. der kluge Hund bellt laut) usw.

Quellenangaben und Anmerkungen

Vorbereitung mit Literatur:

Literatur:

–> zum Einlesen in die Thematik verwendet

Ideensammlung im Internet:

Web:

 

Materialien aus dem Internet:

Web:

https://www.meine-erfahrungen-mit-montessori.de/material-anleitungen/sprache/funktion-der-wortarten/

 

Information:

Sonstige Anmerkung:

Auf die Idee mich mit den Wortarten nach Montessori etwas genauer auseinander zusetzten kam ich, nachdem ich bei einer Kollegin ihr Wortartenland gesehen hatte. Natürlich hatte ich mich sofort in das Wortartenland verliebt.

In den oben genannten Büchern und diversen Internetseiten fand ich dann weitere Inspiration.

Ich möchte mich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken, denn die oben beschriebenen Ideen sind keineswegs alle aus meinem Köpfchen entsprungen. Die meisten Übungen stammen aus „Meine-Erfahrungen-mit-Montessori“(siehe Link oben). Ich habe diese Ideen lediglich meinen Möglichkeiten angepasst und dementsprechend abgeändert. An dieser Stelle möchte ich der Verfasserin von „Meine-Erfahrungen-mit-Montessori“ für ihren wertvollen Beitrag danken.

Warum habe ich diesen Artikel geschrieben? Ich erstelle sehr oft Materialien, Arbeitsblätter, etc., mache Projekte, oder probiere Neues aus und da dachte ich mir: Warum nicht einmal seine Erfahrungen teilen? Ich selbst forsche sehr oft im Internet und freue mich über jeden gut gemeinten Beitrag. Ich bin keine Lehrerin die auf Konkurrenz aus ist, sondern ich gebe liebend gerne meine Arbeitsblätter, Materialien, Ideen, etc. weiter. Da ich der Meinung bin, dass es um die „prima kids“ geht. Und wenn „prima kids“ anderer Klassen oder Schulen auch Freude daran haben und ich anderen Lehrpersonen helfen kann, freut mich das umso mehr.

 

Wer es nachmachen möchte:

Achtung Zeit:

Ich bin eine leidenschaftliche Bastlerin und Lehrerin aus vollem Herzen, aber ich muss zugeben, dass dieses Projekt sehr zeitaufwändig war. Deshalb mein Tipp: Macht zumindest einen großen Teil, wie auch ich, in den Ferien!  Betrachte man alleine das Präpositionen-Material mit dem Glasgefäß und Stein: Jedes Foto einzeln knipsen, hochladen einfügen usw. Oder auch das Präpositionen-Spiel am Bauernhof, die bunten Zündholzschachteln und die Püppchen mit Klettverschluss machten es mir nicht leicht.

Das Zeichnen der Familienmitglieder für das Pronomen-Spiel ging zum Glück ganz fix, dafür streikte jedoch anschließend der Scanner.

Ohne Hilfe hätte ich das Wortartenland aus Holz wohl heute noch nicht fertig. Manchmal muss eben die ganze Familie ran.

Um euch etwas Zeit zu sparen, stelle ich gerne einige meiner entworfenen Materialien zum Download zur Verfügung. (Download ganz unten; Rechte siehe Impressum;)

Aber ich kann euch versprechen, hat man z.B. ein Material mit eigenen Fotos, findet man es selbst gleich nochmal so toll. Denn dann passt alles perfekt zusammen.

Ungefähre Dauer, alles in allem: 264h

 

Achtung Geld:

Dieser Punkt könnte vor allem für Studentinnen und Studenten, die noch kein Geld verdienen, interessant sein.

Als Lehrperson bastelt, tut und bestellt man was nur so geht. Über das Jahr hinweg hätte das dann oft doch ein kleiner Urlaub sein können. Aber ich sage immer Arbeit, die Spaß macht, ist keine Arbeit und ohne diesen ganzen Schnick-Schnack würde es mir nicht mal halb so viel Spaß machen. Das heißt jedoch nicht, dass man nicht auch auf seine eigene Geldbörse achten sollte.

Damit ihr eure Kosten besser kalkulieren könnt, habe ich eine Tabelle erstellt.

Hier ein ungefährer Überblick auf was ihr euch einstellen könnt, wenn ihr das auch machen wollt:

Zündholzschachteln ca. 4€
Acrylfarben ca. 20€
Laminierfolien ca. 50€
Drucker und Papier ca. 45€
Holz für Wortartenland ca. 30€
Bauernhof von Goki 75,95€ gerundet: 76€
Biegepüppchen 51,05€ (+2 Reservepüppchen) gerundet: 51€
Montessori Magnete 28,95€ gerundet: 29€
Klettpunkte ca. 16€
Aufbewahrungsbox zum Rollen 14,95€ gerundet: 15€
Bücher 50,60€ gerundet: 51€
Rosa Band 3,95€ gerundet: 4€
Gesamt: ca. 391€

Die Preise schwanken jedoch sehr stark abhängend davon, was ihr schon zuhause habt und wo ihr was kauft. Ich hatte sehr viele kleine Schachteln und Aufbewahrungsmöglichkeiten zuhause und konnte mir somit das Geld dafür sparen. Oder betrachte man die Laminierfolien, hier gibt es extreme Preisschwankungen bei den unterschiedlichen Marken.

Aber egal wie viel ihr ausgebt, ich kann versprechen, es ist es wert.

 

Download:

Und zu guter Letzt, der Link zum Downloaden meiner Materialien:

Alle Materialien rund um die Wortarten nach Montessori!