Genial Sozial

Man hat als Lehrperson neben dem Vermitteln von Wissen und Kompetenzen, auch einen Erziehungsauftrag. Immer wichtiger scheint mir die Vermittlung von sozialen Fertigkeiten. Als Lehrperson fungiert man hier zu aller erst als Vorbild. Das heißt für mich, mit den Kinder einen respektvollen Umgang pflegen, denn nur so kann man erwarten, dass auch diese respektvoll mit anderen (Erwachsenen und untereinander) umgehen. Gewaltprävention beginnt für mich beim Sprachgebrauch. Demnach ist es äußerst wichtig, wie man mit Kindern spricht. Ein ehrlicher, jedoch wertschätzender Umgang ist Voraussetzung.

Außerdem ist es vollkommen natürlich, dass Kinder versuchen sich zu messen. Was anfangs als Spaß begann, endet schnell versehentlich mit einem blauen Auge. Dies lässt sich, da es vor allem auf Schulwegen, oder auch im Privaten passiert, schwer gänzlich vermeiden. Man kann jedoch erstens mit gutem Beispiel vorangehen und sich achtsam verhalten und zweitens mit den Kindern über solche Vorkommnisse sprechen und gemeinsame Lösungen finden. Außerdem kann man den Kindern Alternativen bieten, sich gewaltfrei zu messen, auf bspw. sportlicher Ebene, oder mit diversen Spielen. Ich stelle in meiner Klasse viele Lernspiele und andere Alternativen auch in den Pausen zur Verfügung. Hierzu muss ich jedoch ganz offen sagen, dass dies nicht von allen Kindern gleich gut angenommen wird und daher baue ich auch immer wieder soziale Einheiten in meinem Unterricht mit ein, um die Kinder nicht nur mit Wissen, sondern auch sozialen Fertigkeiten auf das Leben vorzubereiten.

Da gewaltfreie Kommunikation für mich einem Eckpfeiler in der Gewaltprävention darstellt, habe ich mich zunächst auf dieses spezifische Thema konzentriert. Eine liebe Kollegin hat mich auf die Giraffensprache gebracht. Hierzu gibt es zahlreiche Links und Materialien im Web:

(Vorsicht Werbung ohne Gegenleistung, wegen Seitenverlinkung; auch, wenns eigentlich nur als gut gemeinter Tipp gemeint ist und weniger als Werbung, aber „Vuaschrift is Vuaschrift“ 😉 …)

  1. simples Hintergrundwissen
  2. vertieftes Hintergrundwissen und Materialien
  3. Durch Perspektivenwechsel zur gewaltfreien Kommunikation

Außerdem habe auch ich einige Materialien  für den sozialen Unterricht selbst erstellt: DOWNLOAD aller Materialien und seit heute (12.5.19 – Muttertag 🙂 ) gibts nun auch die Stempelkarte (AB) für den sozialen Stationsbetrieb hier auf PRIMAKIDS.

1. 4-Stufen-Modell von Rosenberg als Flashcards

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2.  Wölfe treffen auf Giraffen als Legespiel und für Rollenspiele

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3. Adjektive und Charakter als Legekarten

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4. Nett sein bedeutet? – getrennte Satzteile zum Verbinden

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5. positive und negative Gefühle als Legekarten

Gefühle können sowohl negativ, als auch positiv sein. Für das eine Kind gehört das Gefühl „aufgeregt“ auf die positive Seite gelegt, weil es damit Weihnachten, Geburtstage, etc. in Verbindung bringt. Für ein anderes ist dieses Gefühl jedoch negativ behaftet, weil es damit Prüfungssituationen verbindet. Demnach gibt es hier kein richtig oder falsch. Die Kinder sollen lediglich lernen ihre Gefühle sprachlich auszudrücken und diese zu begründen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass dies auch das gegenseitige Verständnis verbessert.